Sony Ericsson und Nokia arbeiten gemeinsam an DVB-H Interoperabilität

Barcelona, 13. Februar 2006

Sony Ericsson und Nokia gaben heute die Absicht bekannt zusammenzuarbeiten, um die Interoperabilität zwischen DVB-H-fähigen Endgeräten zu erreichen und die herstellerübergreifende Bereitstellung mobiler TV-Dienste und Pilotprojekte ab 2006 sicherzustellen. In Zukunft wird es eine Vielzahl an Technologien geben, über die Verbraucher mit ihrem Mobiltelefon auf verschiedene Arten von Inhalten zugreifen können. Sony Ericsson und Nokia sehen in DVB-H die bevorzugte Technologie für mobiles terrestrisches Digital-Fernsehen. Beide Unternehmen arbeiten aktiv an der laufenden Standardisierung und Entwicklung von entsprechenden Technologien, um Kunden ein optimales mobiles TV-Erlebnis vermitteln zu können.

Open Air Interface-Implementierungsrichtlinien sollen Interoperabilität gewährleisten

Um die Interoperabilität in Pilotprojekten mobiler TV-Dienste zwischen mehreren Herstellern zu gewährleisten, werden die Open Air Interface-Implementierungsrichtlinien (OAI) zugrunde gelegt, die im Internet öffentlich zugänglich sind (www.nokia.com/mobiletv). Aktuelle und zukünftige Technologien im Rahmen der entsprechenden Standardisierungsgremien werden in zukünftigen Versionen der OAI-Implementierungsrichtlinien und kompatiblen Produkten berücksichtigt.

"Zum Start des Massenmarktes für mobile TV-Übertragungen ist die Verfügbarkeit mobiler DVB-H-fähiger Geräte, die vollständig kompatibel sind, entscheidend", so Ilkka Raiskinen, Senior Vice President, Multimedia Experiences, Nokia. "Wir freuen uns, dass die von uns im August 2005 veröffentlichten OAI-Implementierungsrichtlinien zum konkreten Startpunkt für Interoperabilität werden können. Wir sind überzeugt, dass DVB-H die Technologie wird, die bei der Nutzung von TV-Diensten auf mobilen Geräten die besten Ergebnisse liefert."

Pilotprojekte für mobiles Fernsehen liefern vielversprechende Ergebnisse

Die DVB-H-Technologie ergänzt vorhandene Netze und optimiert Kapazität und Qualität. Sie bietet den Usern die Möglichkeit, digitales terrestrisches Fernsehen in hoher Qualität gemeinsam mit Sprachtelefonie und Internetanbindung mit einem einzigen Gerät zu nutzen. Mobiles Fernsehen bringt neue Geschäftsmöglichkeiten für Anbieter mobiler Dienste und Inhalte, Fernseh-/Rundfunkanstalten, Netzinfrastruktur- und Mobiltelefonhersteller sowie für Anbieter entsprechender Technik-Komponenten.

Die Erkenntnisse aus verschiedenen Pilotprojekten zur mobilen Nutzung von TV-Diensten sind vielversprechend. Die vor kurzem veröffentlichten Zwischenergebnisse des Mobile TV-Projekts in Oxford (Grossbritannien) zeigen, dass es auf Kundenseite eine starke Nachfrage nach diesem Dienst gibt und dass 83% der Teilnehmer des Pilotprojekts mit dem bereitgestellten End-to-End-Dienst zufrieden sind.

Anmerkungen
DVB-H-Technologie ermöglicht die Nutzung herkömmlicher TV-Dienste, die der Nutzer vom Fernsehgerät zu Hause kennt, mit einem mobilen Gerät. Dabei sorgt DVB-H dank ausgezeichneter Bildqualität und einem reduzierten Stromverbrauch für optimale Nutzererlebnisse in einer mobilen Umgebung. Über ein Sendernetz lassen sich bis zu 50 Fernsehprogramme kostengünstig übertragen. Derzeit laufen weltweit umfassende Pilotprojekte, in denen mobile TV-Sendungen getestet werden. Beteiligt an diesen Tests sind führende Fernsehsender, Mobilfunknetzbetreiber, Rundfunksender und Mobiltelefonhersteller. Der Markt für kommerzielle Nutzung von TV-Diensten wird sich voraussichtlich bereits im Laufe des Jahres 2006 sprunghaft entwickeln.

Die OAI-Implementierungsrichtlinien (OAI 1.0), die Nokia im August 2005 veröffentlicht hat, sind unter www.nokia.com/mobiletv einzusehen. Die OAI-Schnittstelle basiert auf vorhandenen DVB-H-Standards und legt fest, wie sich mobile TV-Geräte mit dem DVB-H-Netz und den Servern der gesamten mobilen TV-Dienste-Infrastruktur verbinden. Ziel der OAI-Spezifikation ist es, in der Branche eine herstellerunabhängige Interoperabilität für mobile TV-Dienste zu erreichen.